Reisebericht Teil 6: Mallan luonnonpuisto

Lange habe ich hier nichts mehr geschrieben. In letzter Zeit ist mir alles ein bisschen viel geworden und ein wenig ist mir auch die Bloglust abhanden gekommen.

Doch wenn ich jetzt nicht an meinem Lapplandbericht weiterschreibe, wann dann? Als wir dort waren, wurde es gerade so langsam Sommer. Und nun ist schon wieder tiefster Herbst. Ich sitze mit fetten Halsschmerzen auf dem Sofa. Die letzten Tage war ich auf einer Tagung in Holland, wo es sehr kalt und windig war. Und dann strandete ich gestern – Sturmtief Xavier sei Dank – auch noch in Leer und durfte mit dem letzten freien Mietwagen von Europcar einen ungeplanten Autobahnmarathon einlegen. Im Moment bin ich einfach nur froh zu Hause zu sein. Mich zieht es gerade nirgendwo hin und wenn, dann nur dorthin, wo es warm ist.

Das ist im Frühjahr ganz anders. Dann zieht es mich wie ein Zugvogel oder eine Kompassnadel nach Norden und ich bin hier in Mitteldeutschland extrem unleidlich. Unter diesen eigentlich idealen Voraussetzungen hatten wir unsere Lapplandreise Ende Juni/Anfang Juli 2017 gestartet. Und trotzdem fremdelte ich ein wenig mit dem wahren Nordland…

Nachdem wir in Kilpisjärvi zuerst den Saana bestiegen hatten und ganz benommen von den ganzen Eindrücken zurückgekehrt waren, stand am nächsten Tag der Besuch von Mallan Luonnonpuisto, dem Naturpark von Malla, auf dem Programm. Unser Ziel war der Kitsiputous, der größte Wasserfall in Finnland.Weiterlesen »

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Reisebericht Teil 5: Besteigung des Saana

Die Hauptattraktion in Kilpisjärvi ist der Saana – mit 1029 m über NN einer der höchsten und bekanntesten Berge in Finnland. Natürlich wollten wir ihn direkt am nächsten Morgen besteigen. Auch deshalb, weil hier in der Region gilt: Wenn das Wetter schon einmal mitspielt, sollte man keine wertvolle Zeit verstreichen lassen 😉 .

Vom Wanderzentrum Kilpisjärvi führt ein 4 km langer Weg auf den Saana. „4 km – das ist ja nichts!“ dachte ich mir und rechnete damit, dass wir maximal 2 Stunden für den Aufstieg brauchen würden. Doch ich hatte den Saana unterschätzt – in mehrfacher Hinsicht.

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Reisebericht Teil 3: zum und am Pallastunturi

Da waren wir nun also in Lappland angekommen!

Wir waren unendlich gespannt. Lappland war schließlich seit Jahren DAS Sehnsuchtsziel von R – würden sich seine ganzen Erwartungen erfüllen? Ich selbst war hier in der Gegend bereits zwei Mal im Winter gewesen, aber bislang hatte mich das Lapplandfieber noch nicht heimgesucht. Würde sich das nun ändern, im Sommer, unter der Mitternachtssonne und ohne die ganzen Kurzreisewintersafaritouristen?Weiterlesen »

Lappland im Winter. Über den Tourismus, – 30°C und das Eisloch

Vor ein paar Tagen war ich nach gut zwei Jahren wieder mit meinen Kollegen in Lappland. Schnee, Winter, Arktis, rosafarbener Himmel, Sauna, Eisloch, Husky, Motorschlitten… das ganze Repertoire. Mit den Kollegen unterwegs zu sein bedeutet immer unglaublich viel Programm in eine unglaublich kurze Zeit zu stopfen. Es ist zum Umfallen anstrengend, aber die gute Stimmung wiegt das meist wieder auf. Dieses Mal wollte sich jedoch der Nachtschlaf bei mir nicht einfinden. Tagsüber war ich so übermüdet, dass ich die Reise leider nicht richtig genießen konnte. Schade. Wir waren nämlich an allen Orten nur so kurz, dass ich sie gerne wenigstens mit allen Sinnen genossen und erlebt hätte anstatt mich nachts stundenlang in den Laken zu wälzen und am nächsten Morgen trotzdem zu spät zum Frühstück zu erscheinen, während die anderen schon ihre erste Erkundungstour hinter sich hatten.

Trotzdem möchte ich einige Gedanken und Erlebnisse hier teilen, denn Lappland im Winter ist für mich bislang immer eine Extremerfahrung gewesen, ein unvergessliches Erlebnis, das durchaus auch zwiespältige Gefühle in mir auslöst.Weiterlesen »