2018

2018 war für mich persönlich ein wichtiges Jahr, geprägt von wichtigen und richtigen Entscheidungen, Umzug, Zweifeln, erfüllter sowie enttäuschter Hoffnung und jetzt ganz zum Schluss Bestürzung, Trauer und Unsicherheit. In diesem ganzen Gefühlschaos bin ich wenig zum Bloggen gekommen.

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Und wisst ihr was? Es ist ist das erste Jahr, in dem mir das wirklich ziemlich egal war. Mir ist klarer als je zuvor geworden, dass ich kein Reiseblogger im typischen Sinn sein möchte. Regelmäßig von neuen Orten zu berichten ist mir viel zu anstrengend und außerdem steht es im Zielkonflikt mit meinen Nachhaltigkeitsambitionen. Reisen sind wunderschön, erweitern den Horizont – aber ständig unterwegs zu sein bzw. andere Leute dazu zu inspirieren, ist meiner Meinung nach nicht erstrebenswert. Davon abgesehen lese ich selbst am liebsten Blogs mit Persönlichkeit, die wenig von Werbung geprägt sind, sondern mir einen Einblick in das Leben und die Gedanken des Schreibers gewähren.

Nunja – meinem Blog hat es bislang nicht geschadet. Meine Zugriffs- und Leserzahlen sind stetig und bescheiden weiter gewachsen, ohne das ich mich darum besonders bemüht hätte. Andere Blogs haben natürlich viel mehr Leser, aber ich bin eigentlich schon zufrieden, wenn eine Handvoll Leute mitliest – und nicht nur die Überschriften überfliegt. Die allgemeine Konzentrationsfähigkeit nimmt ja doch immer mehr ab – und das stelle ich erschreckenderweise auch bei mir selbst fest.

2018 hatte etwas andere Prioritäten und deshalb haben wir keine besonderen Reisen unternommen. Eigentlich nur eine einzige richtige Erholungsreise – Ostern 4 Tage in Bayern und neulich 2 Tage Tallinn. Ansonsten waren wir „nur“ in Finnland und leider sind unsere Finnlandaufenthalte mittlerweile mehr von Arbeit und Verpflichtungen geprägt als uns lieb ist.

Im Sommer hat R. die zweite Hälfte eines Mökkis erworben, das ihm schon zur Hälfte vor vielen Jahren vererbt wurde. Nun haben wir unser eigenes Mökki. Viele werden jetzt sicher neidisch sein, aber lasst mich euch sagen: dazu besteht kein Grund. Das Mökki ist in einem katastrophalen Zustand, das Grundstück ist alles andere als ideal und ich habe keine Ahnung, wann wir dieses Haus jemals in Stand setzen sollen und ob ich mich jemals damit anfreunden kann.

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Ebenfalls waren wir am Mikkeli-Mökki des Schwiegervaters, um das wir uns schon seit einigen Jahren immer gekümmert haben. Wie es damit nun weitergeht – ebenso wie mit dem Inselmökki im Schärengebiet – ist unklar. Der Schwiegervater ist nämlich Anfang Dezember überraschend gestorben. Somit war ich ungeplant auch im Dezember nochmal 3 Wochen in Finnland. Eine internationale Beziehung zu führen ist zwar wahnsinnig bereichnernd, aber man sollte die Schwierigkeiten, die die räumliche Distanz mit sich bringt, auf keinen Fall unterschätzen. Vor allem, wenn die Eltern auf beiden Seiten Hilfe brauchen oder fordern und es keine Geschwister gibt, die einen unterstützen können. Das hat uns oft an Punkte geführt, wo es unmöglich ist die richtige Entscheidung zu treffen und man mit Kompromissen leben muss, die eigentlich niemandem passen. Das klingt jetzt wahnsinnig altbacken, aber lasst mich euch sagen: seid unendlich dankbar, wenn eure Eltern noch selbstständig und gesund sind, ihr euer Leben führen könnt und ihr Geschwister habt!

Mit diesen Worten verabschiede ich mich aus dem alten Jahr, aber ich habe mir fest vorgenommen, in den nächsten Tagen zumindest noch einige Fotos aus 2018 zu zeigen.

Gibt es eigentlich bestimmte Themen rund um Finnland, deutsch-finnische Beziehungen, Mökki usw., die euch 2019 interessieren würden?

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2 Antworten auf “2018”

  1. Liebe Heike, ich lese bei Dir wahnsinnig gern mit. Und die Frequenz der Beiträge ist dabei egal (im Gegenteil: wenn jemand selten bloggt, freut man sich über einen neuen Artikel umso mehr. „Willst Du gelten, mach Dich selten“ usw.)

    Wenn sich jemand richtig gut an einem bestimmten Ort auskennt, interessiert mich immer, was er/sie Reisenden empfehlen würde, die nur einmal (im Leben) kommen würden. Wobei man sich das natürlich auch selber auf dem Blog zusammen suchen könnte, wenn man an eine konkrete Reiseplanung geht.

    Jedenfalls: Wenn ich es irgendwann einmal nach Finneland schaffen darf, dann lese ich alles bei Dir noch einmal durch. Guten Rutsch; komm gut ins Neue – und liebe Grüße, Stefanie

    Liken

    1. Liebe Stefanie, deine Zeilen haben mich sehr gefreut :-). Danke auch für deine Anregung. Tatsächlich überlege ich ganz oft, wo es in Finnland am schönsten ist und was man unbedingt gesehen haben sollte. Vielleicht schreibe ich dazu bald wirklich mal einen Beitrag. Wobei ich natürlich auch nicht alles kenne… aber das ist ja sowieso unmöglich, dass man in einem Land alles kennt 😉 .
      Dir auch einen guten Start ins neue Jahr und ganz liebe Grüße! Heike

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