Im Schärengebiet von Porvoo

Der finnische Sommer ist wirklich noch gekommen. Gestern waren wir im Schärengarten von Porvoo auf einer Insel, wo es ein weiteres Sommerhaus der Familie von R. gibt.

Die Zeit ist dort irgendwo in den 1960er Jahren stehen geblieben. Es gibt keine Straßen, keine Autos, aber viele, viele Sommerhäuser im Wald und am Strand zerstreut, die man nur mit dem eigenen Boot und über waldige Trampelpfade erreichen kann. Im Sommer* kommt 2 x pro Woche das Kaufmannsboot. Sonst gibt es nichts, was das zivilisatorische Herz begehrt.

Stattdessen gibt es Schärengartenromantik, Stille und Natur. Und Schlangen… ich habe nämlich schon wieder eine Ringelnatter gesehen, nachdem ich vorher fast über eine alte  Schlangenhaut gestolpert bin und auf dem Bootssteg bereits die sterblichen Überreste einer verendeten Schlage bewundert hatte. Leider war das lebendige Exemplar zu fix für ein Foto. Sie ist einfach zwischen ein paar Steinen verschwunden und ward‘ – obwohl ich die Steine peinlichst genau beobachtete – für den Rest des Tages nicht mehr gesehen.

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Aufbruch vom Bootshafen
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…und ab geht die Post!
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Angekommen.
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Ruderboot geholt, Boot zur Boje gefahren, geparkt und mit dem Ruderboot zum Strand gerudert.
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Einfach nur dagewiesen.

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Leider ist es für Außenstehende schwer in den Genuss dieser herrlichen finnischen Natur zu kommen. Anders als in Schweden, wo es einen so genanntes „Strandschutzgesetz“ (Strandskydd) gibt, das sicherstellt, dass alle die Möglichkeit haben, den Strand zu genießen und dieser nicht von Privateigentümern bebaut wird, gibt es in Finnland ein solches Gesetz nicht. In den schönsten Landschaften kommt man oft einfach nicht an den Strand, der meist in Privatbesitz, mit Sommerhäusern bebaut und nur über Privatwege zu erreichen ist. Da hilft nur eins: Selbst so ein Sommerhaus mieten oder jemanden kennen, der einen mit in sein Haus nimmt. Oder mit dem Boot die Landschaft erkunden.

* bzw. der Zeitspanne, die Finnen als Sommer bezeichnen… August gehört da aus unerfindlichen Gründen nicht mehr zu

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8 Gedanken zu “Im Schärengebiet von Porvoo

  1. Liebe Heike,
    da hast du aber schöne Bilder gemacht. Wir verbringen unseren Urlaub häufig in Schweden. Es sieht dort ganz ähnlich aus.
    Ich liebe diese Wattewolken. Ich finde immer, dass sie ganz anders aussehen als hier in Deutschland. Sie sind so definiert und bauschig und das Licht ist immer so schön.
    Ich wünsche dir noch viel Spaß und eine fotografierbare Schlange 🙂
    Sonnige Grüße ☼
    Die Wandertrollin Laura

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  2. Wirklich schön dort! Da möchte ich sofort wieder hin, sind wir doch erst eine Woche zurück!
    Ich habe erst kürzlich die Erklärung im Helsingin Sanomat gefunden, warum im August schon sogut wie alles geschlossen ist. Da sind keine Schulferien mehr, also sind die Finnen nicht mehr unterwegs und es lohnt sich einfach nicht, für die paar Touristen alles offen zu halten. Der zweite Grund ist, dass die meisten Sommer“arbeiter“ wieder die Schulbank drücken, sind sie doch meist Schüler oder Studenten. Also haben sie schlichtweg kein Personal mehr.
    Schuld sind also die Schulferien, es sind nur noch wenige im Mökki, also lohnt es sich für das Kaufmannsboot nicht mehr zu fahren. Aber toll ist so ein Kaufmannsboot schon!

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    • Kann ich verstehen, dass du zurück willst. So wird es mir bald ja auch wieder gehen ;). Ja, das mit den Schulferien und den Sommerarbeitern ist natürlich eine plausible Erklärung. Aber irgendwie ist auch in vielen Köpfen August schon als (Früh)Herbstmonat verankert…

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  3. Das ist ja wirklich wunderschön dort! Vor allem: Keine Zivilisation! Ein Traum 🙂
    Supermärkte sind ja toll, aber nicht wenn man beinahe täglich um 5-6 Uhr von der neuen Warenlieferung geweckt wird. Nicht nur, dass rückwärtsfahrende LKW piepen, auch das abladen macht tierisch Krach.

    Das wäre ja ein Traum, den Sommer in so einem Häuschen zu verbringen, mit nichts als nichts drumherum…

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    • Ja, es ist wirklich traumhaft… (zumindest wenn das Wetter mitspielt. Bei Regen kann es natürlich etwas langweilig werden…). Morgens von Krach geweckt zu werden ist einfach nur ätzend. Bei mir ist es seit 1,5 Jahren das benachbarte Neubaugebiet und die zugehörigen LKW, die morgens den Berg hochpreschen…

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  4. Das sieht ja traumhaft aus! Ein toller Ort zum Entspannen. Nach Finnland möchte ich auch total gerne noch mal „richtig“ (wir waren 2012 mal 36 Stunden in Helsinki, war auch großartig, und ein Ausflug in die Natur war sogar auch noch drin, aber natürlich war es viel zu kurz…).

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